Bethesda Creation Club - weil man mit kostenlosen Mods nichts verdient

Bezahlmods & der Creation Club


Wer Skyrim & Fallout 4 spielt, gespielt hat oder gerade am spielen ist, dem wird sicher schon der Creation Club von Bethesda aufgefallen sein, der sich in die Spiele gedrängt hat und mittlerweile auch immer fröhlich gepatcht wird, was, wie böse Zungen behaupten, nicht nur daran liegt, dass der Store reibungslos funktionieren soll.

Jene böse Zungen behaupten, dass sie absichtlich sehr frequent updaten, damit bestimmte Modprogramme nicht mehr richtig funktionieren & die Leute entnervt eher dazu tendieren, die Bezahlmods aus dem Store zu nutzen.
Nur eine Theorie, die ich gerne erstmal in den Raum stellen würde.

Aber was ist der Creation Club denn eigentlich? Nun, der Creation Club bietet, wie sicher schon rauszulesen war, kostenplfichtige Mods an. Diese lassen sich also, im Gegensatz zu den Mods auf dem Nexus, nur gegen Bares downloaden.

Hierbei wurde auch schon ein Survival Mod rausgebracht, der mit ein paar Euro zu Buche schlägt und vorallem auch ein Konkurrent zu einem der großen kostenlosen Modifikationen ist, die eben auch aus Skyrim ein Survival Erlebnis macht.

Und jetzt kann man sich vielleicht schon denken, warum ich diese Theorie mit den Updates eben reingebracht habe. Weil es wird vom Entwickler nämlich auch behauptet, man möchte ja kein Konkurrent zu Nexus & Co sein, bringt aber trotzdem sehr frequent Updates raus (was eben die großen Mods gerne mal zerstört) und gleichzeitig sogar noch einen direkten Konkurrenten zu einem der größten und beliebtesten Mods raus.
 

Steam ist gescheitert

 Steam hatte bereits in der Vergangenheit versucht, bezahlte Mods in die Plattform einzubinden und hat so einen heftigen Shitstorm entfacht, der dazu führte, dass das Ganze abgeblasen wurde und alle Mods im Store weiterhin kostenlos zur Verfügung stehen.

Trotz dieser Tatsache hat es Bethesda trotzdem getan und hat den CreationClub reingebracht, über den meiner Meinung nach viel zu wenig geredet wurde. Vielleicht weil relativ zeitgleich viele Releases kamen, wie Doom auf der Switch und solche Scherze - der Creation Club ist vielleicht einfach ein wenig unter den Teppich gekehrt worden. Aber er ist da und was das für uns Spieler, die eigentlich nur gemütlich spielen und modden wollen, bedeuten kann, darauf möchte ich jetzt gerne eingehen.

Bezahlmods werden salonfähig

Und genau das ist meine größte Befürchtung. Die Modding-Szene finanziert sich, wenn überhaupt, über freiwillige Spenden, die teilweise von dankbaren Nutzern erbracht werden, um den Modder für seine investierte Zeit zu entlohnen und Danke zu sagen.
Diese Mentalität wird durch Bezahlmods meiner Meinung nach angegriffen. 
Ich finde es gut wie es ist und fände es schade, wenn auf einmal aus dieser Szene eine Geschäftssache wird, weil immer mehr Modder dicke Dollarzeichen vor den Augen haben.

Das größte Problem sehe ich allerdings darin, dass die Bezahlmods salonfähig werden und bald jeder Entwickler auf diesen Zug aufspring. Wenn Bethesda, ein riesiger Spieleentwickler das kann, warum sollten nicht andere Entwickler das auch können?
Und so wird Schritt für Schritt, genau wie es bei DLC's und Co war, darauf hingearbeitet, dass der durchschnittliche Spieler die Pille ohne zu zögern schluckt.

Wisst ihr noch, wo alle über Downloadcontent empört waren? Und wie normal es jetzt ist?
Stell euch das gleiche Szenario mit Bezahlmods vor und ihr wisst genau was uns, so denke ich, bevorsteht, wenn man nicht aktiv gegen diesen Shop vorgeht.

Ich tue das, indem ich diesen Beitrag schreibe und andere darüber aufkläre, was da eigentlich abgezogen wird und vorallem wo ich die Gefahr sehe. Weil ich möchte keine Bezahlmods in der Zukunft oder irgendwelche Gegenstandsingameshops, wie sie schon bei Ubisoft normal geworden sind.

Hoffentlich werden Bezahlmods nie die Regel.

Liebe Grüße
Melideas